High End Der CEO von Glashütte Original über die neue Sixties Iconic Square Replik Großhandel

Die anderen kommen aus der ganzen Welt. Sie wissen: An diesem Ort weit im Osten der Bundesrepublik, kurz vor der Grenze zu Tschechien, wird die Zeit gemacht. Neun Uhrenhersteller gibt es in Glashütte, das sächsische Dorf gilt als Zentrum der Uhrmacherkunst. Seit 170 Jahren werden hier mechanische Uhrwerke verbaut. Nach zwei Weltkriegen und 40 Jahren DDR-Einheitsproduktion knüpften die Hersteller Anfang der 90er Jahre an die alten Maßstäbe an – mit dem Ziel, irgendwann zu den besten der Welt zu gehören.Wer verstehen will, wie der Ortsname zu einem Qualitätssiegel für Uhren geworden ist, muss A. Lange & Söhne besuchen. Unten im Ort, gleich hinter dem Uhrenmuseum, beginnt die Kö der Uhrenhersteller. Zur Rechten Glashütte Original, zur Linken die Union Glashütte, und unweit des Bahnhofs, in dem natürlich kein Team der Deutschen Bahn, sondern die Uhrenfirma Nomos sitzt: das Lange-Stammhaus. Ferdinand Adolf Lange, ein Uhrmacher aus Dresden, eröffnete 1845 in dem verarmten Bergbaudorf einen neuen Wirtschaftszweig, nachdem er sich von der Pariser Präzisionsuhrmacherei und der Arbeitsteilung in der Schweiz inspirieren hatte lassen.Die Schlichtheit und Zeitlosigkeit aus 170 Jahren Uhrmacher-Erfahrung hat sich das Unternehmen bewahrt und zum Erkennungsmerkmal gemacht: Das markante Großdatum erinnert noch immer an die Fünf-Minuten-Uhr auf der Bühne der Dresdner Semperoper, an der Lange mitgearbeitet hat. Ziffernblatt, Typographie und der gravierte Unruhekloben sind immer ähnlich. Und die Dreiviertel-Platine, die zu den Glashütter Qualitätsstandards gehört, war eine Erfindung des Firmengründers.

Glashütte Original trat dieses Jahr erstmals als Hauptpartner der Berlinale auf und lancierte zu diesem Anlass das Sondermodell Sixties Iconic Square. Bei der Veranstaltung traf UHREN-MAGAZIN-Chefredakteur Thomas Wanka den neuen CEO der Glashütter Manufaktur. Im Interview spricht Thomas Meier über den großen Erfolg des Modells und der Berlinale.

Herr Meier, Sie haben zu Jahresbeginn als CEO bei Glashütte Original begonnen, fällt das unter die vielen Personalwechsel, welche zurzeit die Krise der Uhrenbranche kennzeichnen? Und was wollen Sie verändern? Nein, überhaupt nicht, denn Glashütte Original hat eine langfristig ausgerichtete Strategie. Es gab eine gemeinsame Übergangszeit mit Yann Gamard von Oktober bis zum Jahreswechsel. Das Ausscheiden meines Vorgängers hat rein private Gründe, die ich respektiere. Der Weg für die nächsten Jahre ist ja durch Investitionen vorgegeben, was beispielsweise Partner und Boutiquen anbetrifft. Kurzfristig Veränderungen vorzunehmen ist jetzt nicht notwendig und wäre verfrüht.

Glashütte Original war Hauptpartner der Berlinale 2017 und lancierte zu diesem Anlass das Sondermodell Sixties Iconic Square
Glashütte Original war Hauptpartner der Berlinale 2017 und lancierte zu diesem Anlass das Sondermodell Sixties Iconic Square
[Foto: 2017 Getty Images]

Und beispielsweise die Berlinale ist phantastisch gelaufen. Wir hatten tolle Kontakte sowohl mit der Filmwelt als auch mit Kunden und konnten neue Freunde für die Marke gewinnen. Besonders die Sonderserie Sixties Iconic Square hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Das war das erste Mal, dass wir eine Sonderserie im Zusammenhang mit der Berlinale aufgelegt haben. Die Resonanz ist einfach enorm.

Die Glashütte Uhren Herkunft Replik  Sixties Iconic Square gibt es in fünf Farbvarianten; hier in Forest und Tangerine
Die Glashütte Original Sixties Iconic Square gibt es in fünf Farbvarianten; hier in Forest und Tangerine
[Foto: René Gaens]

Viele Filmschaffende selbst sind außerordentlich uhrenaffin und haben sich als Sammler geoutet. Und zu den Veränderungen: In eine Krise gerät man ja nur, wenn man keine Antworten hat. Unsere Antworten sind engagierte Mitarbeiter, in die wir weiter investieren. Wir machen das nicht, was ich gerne Preis-Jo-Jo nenne und wir arbeiten weiter an der Qualitätsverbesserung unserer Produkte. 

Dieter Kosslick, Fstivaldirektor der Berlinale und Thomas Meier, CEI Glashütte Uhren Rescue Replik .
Dieter Kosslick, Festivaldirektor der Berlinale und Thomas Meier, CEO Glashütte Original
[Foto: 2017 Getty Images]

Wie sieht Ihr typischer Käufer aus? Was erhält der Käufer einer Glashütte Uhren Germanika Replik , das er bei anderen Marken nicht bekommt? Er erhält deutsche Uhrmacherkunst zum besten Preis-/Leistungsverhältnis. Unsere Kunden sind sehr unterschiedlich. Wir treffen viele junge Uhrenfans die sich für die Sixties begeistern. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern. Der typische Glashütte-Original-Träger hat etwas im Leben erreicht. Er hat Lebenserfahrung, ist gereift und überwiegend männlich. Aber auch Damen wenden sich uns immer mehr zu. Gerade die PanoMatic Luna mit Perlmuttzifferblatt und Diamantlünette erregt hier viel Aufmerksamkeit. Mit der Pavonina bieten wir auch eine Uhr mit Quarzwerk an. Das ist eine Notwendigkeit, wenn man eine hohe Präzision – unser Werk bietet eine Genauigkeit von Plusminus zehn Sekunden im Jahr – mit einem kleinen Gehäuse in Einklang bringen möchte.

Das Kaliber 36 wurde 2016 von Glashütte Original vorgestellt
Das Kaliber 36 wurde 2016 von Glashütte Original vorgestellt
[Foto: René Gaens]

Mit dem Manufakturkaliber 36 haben Sie ein völlig neues Automatikkaliber entwickelt. Stammen die Module, mit welchen Sie die Kollektion um weitere Funktionen erweitern, auch aus Ihrem Hause oder von Schweizer Zulieferern? Dass sich die von ihnen angesprochenen Funktionen wie die Mondphasenanzeige an der gleichen Position befinden, haben wir aus Gründen der Produktähnlichkeit so realisiert. Die komplette Wertschöpfung auch der Module des Kalibers 36 stammt aus unserer Manufaktur. tw

Thomas Meier, CEO von Glashütte Original zusammen mit dem Chefredakteur des UHREN-MAGAZINS Thomas Wanka
Thomas Meier, CEO von Glashütte Original zusammen mit dem Chefredakteur des UHREN-MAGAZINS Thomas Wanka
[Foto: 2017 Getty Images]

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