Longines-CEO Walter von Känel: „Lasst uns etwas entwickeln, das niemand sonst hat.“ Replikat vertrauenswürdige Händler

Vergangene Woche stellte Longines im Schweizerischen Neuchâtel ihre Quarz-Neuheit namens Conquest V.H.P. vor. Quarzuhren gibt es wie Sand am Meer, doch die Neuheit von Longines soll aus der Masse herausstechen. Was die Conquest V.H.P. so besonders macht, erklärt Walter von Känel im nachfolgenden Video. Im Interview mit Melanie Feist, verantwortliche Online-Redakteurin von Watchtime.net, blickt der seit 1969 für Longines tätige CEO auf die Anfänge der Quarzuhren-Technologie zurück. Warum er sich trotz Vorreiterrolle im Quarzuhren-Bereich bewusst gegen die Entwicklung einer Smartwatch von Longines entschieden hat, erfahren Sie im Interview.

1969 bringt Longines eine Armbanduhr mit der Präzision einer Quarzuhr auf den Markt: Ultra-Quartz – die erste in Serie gefertigte Uhr dieser Art. Anfang der 1980er-Jahre stellt die Conquest V.H.P. (Very High Precision) einen Präzisionsrekord auf. Heute wird sie von Longines neu interpretiert und mit einem hochpräzisen Quarzwerk ausgestattet, das exklusiv von ETA (Swatch Group) entwickelt wurde. Es weicht um maximal fünf Sekunden pro Jahr ab – eine starke Leistung für eine Quarzuhr mit Zeigern. Das «Gear Position Detection»-System überwacht den Gang der Uhr und korrigiert Abweichungen aufgrund von Stössen und Magnetfeldern. Die «Smart Crown» erleichtert die Zeiteinstellungen, eine Anzeige signalisiert das Lebensende der Batterie und ein ewiger Kalender vollendet schliesslich dieses Modell.Im alpinen Skisport entscheidet sich innerhalb von Zehntelsekunden, wer auf dem Siegerpodest steht. Die Ideallinie ist Gold wert! Bei den FIS Alpine World Ski Championships 2017 in St. Moritz wurde in den Disziplinen Abfahrt und Super-G an den Skischuhen der Skifahrer ein System befestigt: das Longines Live Alpine Data. Es ist mit einem Radarmodul und Bewegungssensor ausgestattet. «Mit dieser Technologie werden neue dynamische Messungen ermöglicht», betont Emmanuel Couder von der FIS, der am Projekt mitwirkte. Das System misst die Geschwindigkeit des Athleten ohne Unterbrechung, analysiert Fahrlinien und Sprünge. Diese Daten werden den Zuschauern während der Wettkämpfe in Form von TV-Grafiken angezeigt. In einer zweiten Phase werden sie den Athleten zur Verfügung gestellt.