Longines: The Longines Heritage 1945 | Baselworld 2017 Replik Großhandel

Agassiz gründete eine Vertriebsstruktur, um seine Uhren in anderen Ländern, besonders in Nordamerika, verkaufen zu können. In den 1850er Jahren übernahm Agassiz‘ Neffe Ernest Francillon die Geschäfte des Unternehmens. Bei der Übernahme der geschäftlichen Verantwortung durch Francillon suchte dieser nach Wegen zur Optimierung der bis dahin in der Uhrenbranche üblichen Fertigungsverfahren. Er kam zu der Schlussfolgerung, dass es vorteilhaft sei, die verschiedenen Abschnitte der Uhren-Fertigung unter einem Dach zu bündeln. Die Bemühungen Francillons richteten sich darauf, eine Fabrik zu gründen, in der die Einzelteile mit mechanischen Mitteln produziert und dann von Hand montiert und fertiggestellt werden konnten. Zwecks Umsetzung dieses Plans erwarb er im Jahr 1866 zwei angrenzende Grundstücke am rechten Ufer des Suze-Flusses, der durch das Tal von Saint-Imier führt. Der Standort war allgemein bekannt unter dem Namen Les Longines, und Francillon übernahm dann diese Bezeichnung für die Firma, die er hier 1867 errichtete. Ernest Francillon engagierte Jacques David, einen mit ihm verwandten jungen Ingenieur, der ihm behilflich war, die für die perfekte Herstellung der Uhren erforderlichen Maschinen zu entwickeln. In den 1870er Jahren zeigte sich die Richtigkeit der Entscheidungen Francillons im Bereich der Fertigung, und das Unternehmen expandierte bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts kontinuierlich; im Jahre 1911 beschäftigte die Manufaktur Longines mehr als 1.100 Arbeitnehmer und vertrieb ihre Uhren weltweit. Die technischen Forschungsarbeiten von Longines wurden durch zahlreiche Preise und Auszeichnungen belohnt, die das Unternehmen zur ?meistprämierten Marke? an internationalen Ausstellungen machten: Bis zur Weltausstellung von Barcelona 1929 gewann das Unternehmen nicht weniger als 10 Grand Prix. 1889 liess Francillon das Markenzeichen der Fabrik ? den Schriftzug Longines in Verbindung mit der geflügelten Sanduhr ? registrieren.

Der Retro-Trend ist in diesem Jahr so stark wie noch nie. Longines L 4.720.2 Replik macht mit und bringt ein weiteres Heritage-Modell, das Designelemente einer Uhr von 1945 übernimmt. Die The Longines Heritage 1945 besitzt ein 40 Millimeter großes Edelstahlgehäuse und wird an einem beigefarbenen Lederband in Nubuk-Optik getragen.

Longines: The Longines Heritage 1945
Longines: The Longines Heritage 1945

Den Antrieb gibt ein Automatikkaliber Eta 2895. Das Highlight ist jedoch das gewölbte Zifferblatt: es zeigt sich kupferfarben mit satiniertem Finish, trägt gebläute Zeiger und sechs applizierte Punkte für die ungeraden Stunden. Einzig das sehr klein geratene Hilfszifferblatt für die kleine Sekunde wirkt etwas deplatziert. Den Retro-Look rundet das bombierte Saphir-Deckglas ab. Die Heritage-Uhr kostet 1.700 Euro. mg